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Da ist er endlich der Quälgeist der letzten
Wochen! Bis endlich weiße Zahnspitzen im Kiefer blitzen, machen Babys schwere Zeiten
durch. Mamas Finger, Papas Lieblingsbuch, in Verzweiflung auch das Geschirrtuch - fast
alles wird angenagt, um die Schmerzen zu stillen. |
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Erstrahlt das Zähnchen dann in seiner vollen
Pracht, heißt es "ran an den Zahn". Denn Zahnpflege und richtige
Ernährung legen den Grundstock für ein gesundes Gebiss. Viel Mütter kühlen heißes
Essen in ihrem Mund vor und geben es dann dem Baby- Durch diese Unart werden
Kariesbakterien von der Mutter auf dasKind übertragen. Dasselbe gilt für schmutzige
Schnuller. Nicht mit dem |
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Speichel, sondern mit heißem Wasser reinigen. Apropos
Schnuller: Honig oder Zucker ver-
ursachen Karies und haben daher auf dem "Seelentröster" nichts verloren. |
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Warum sind
gesunde Milchzähne so wichtig ? |
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- Ist ein Milchzahn an
Karies erkrankt, so kann er den Nachbarzahn "anstecken": die gesunden Zähne
können auf diese Weise eher Karies bekommen
- Die Milchzähne haben
entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des Ober- und Unterkiefers und auf die
richtige Stellung der bleibenden Zähne. Sie sind die Platzhalter für die durchbrechenden
bleibenden "Zweiten". Geht ein Milchzahn zu früh verloren, kippen die
benachbarten Zähne in die Lücke. Der bleibende Zahn kann sich nicht in den vorgesehenen
Platz in der Zahnreihe einordnen - die Folge sind Fehlstellungen, langwierige und
kostspielige kieferorthopädische Behandlungen sind später notwendig.
- Wie entwickelt sich das
Gebiss meines Kindes ?
Das vollständige Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen. Der erste Milchzahn bricht durch,
wenn das Kind etwa sechs Monate alt ist. Die Entwicklung des Milchgebisses ist mit drei
Jahren abgeschlossen. Mit etwa sechs Jahren kommt - von den Eltern oft unbemerkt - hinter
dem letzten Milchbackenzahn der erste bleibende Backenzahn durch (Sechs-Jahnr-Molar), Erst
danach beginnt der Wechsel der Schneidezähne.
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Bei
der Pflege sollte man Folgendes beachten : |
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Ran an den Zahn |
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Auch das Säubern der kleinen Milchzähne wird oft
vernach- lässigt, im irrigen Glauben, dass die "Zweiten" viel wichtiger seien.
Dabei wird gerade bei den ersten Zähnen der Grundstock für ein gesundes Gebiss gelegt. |
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- Wischen Sie mehrmals
täglich die Zähnchen mit einem weichen Lappen ab.
- Üben Sie vor dem
Spiegel Mundaufmachen und Zähnchenzeigen.
- Auch Ausspucken will
gelernt sein. Später wird Mundausspülen "trainiert".
- Das Kind will die
Zahnpflege der Eltern nachahmen. Lassen Sie es mit seiner kleinen, weichen Zahnbürste
spielen, aber dann reinigen SIE !
- Mit 1 ½ bis 2 Jahren
wollen die Kinder schon selbst putzen. Da meist nur die Kauflächen erreicht werden,
sollen Mutter oder Vater nachputzen.
- Damit die Milchzähne
gesund bleiben: Kalziumreiche Kost versorgt die Zähne mit wichtigen Mineralstoffen.
Süßigkeiten in Maßen, Milchzähne vom Zahnarzt anschauen lassen.
- Im Kindergartenalter
wird die Rot-Weißmethode eingeübt. Ansetzen der Bürste am Zahnfleischrand, dann durch
eine Drehbewegung im Handgelenk die Bürste über die Zahnkrone führen - also "von
rot nach weiß".
Nach jedem Zahn neuerlich ansetzen.
- Später Einhalten
einer systematischen Reihenfolge, erst Zähne im Unterkiefer links innen beginnend, dann
Zähne im Oberkiefer innen, außen und auf der Kaufläche putzen.
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Zahnpflege für Schulkinder |
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Die Mithilfe der Eltern bei der Zahnpflege ist
ungefähr bis zum siebenten Lebensjahr dringend erforderlich. Das Kind kann erst dann
seine Zähne richtig putzen, wenn es die Grundbegriffe des Schreibens bgelernt hat und
damit koordinationsfähig geworden ist. |
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Wie sieht die
richtige Zahnbürste aus ? |
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- Es ist wichtig, dass Ihr Kind von Anfang an eine eigene Kinder-Zahnbürste hat. Achten
Sie beim Kauf auf folgende Punkte:
- Der weiche Bürstenkopf muss klein sein, am besten nur drei Borstenreihen breit, damit
bei der Reinigung alle WInkel, Nischen und die Zahninnenseiten erreicht werden. Die
Bürste sollte ein gerades Borstenfeld (Borstenenden parallel zum Bürstenkopf) haben.
Bürsten mit V-Stellung der Borsten sind ungeeignet, da sie das Zahnfleisch verletzen
können.
- Die weichen Borsten sollen aus Kunststoff sein und abgerundete Enden haben. Naturborsten
splittern leicht und können daher zu Verletzungen führen. Außerdem sind sie schwer zu
reinigen, weil jede Borste hohl ist und dadurch einen Schlupfwinkel für Bakterien bildet.
Günstig sind Kinderzahnbürsten mit dicken Griffen, die Kinde gut festehalten können.
Nach jedem Putzen sollte die Bürste gut ausgespült und mit dem Mopf nach oben zum
Trocknen aufgestellt werden. Ein Wechsel ist nach sechs bis acht Wochen zu empfehlen,
spätestens wenn die Borsten biegen.
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Wie putze ich
meinem Kind die Zähne richtig ? |
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Bereits die ersten Milchzähne müssen jedesmal
nach dem Essen, mindestens aber abends nach der letzten Mahlzeit von Mutter oder Vater mit
einer kleinen Zahnbürste gereinigt werden. Dabei ist vor allen Dingen ein planmäßiges
Vorgehen wichtig, damit alle Zahnflächen erreicht werden - die Innenflächen, die
Außenflächen und die Kauflächen. fangen Sie also unten am hinteren linke Backenzahn an. |

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- Setzen Sie die weiche
Bürste so an, dass die Borsten im Winkel von 45 Grad auf dem Zahnfleischrand aufsetzen.
Machen Sie nun mit dem Bürstenkopf auf der Stelle kleine vibrierende Bewegungen: So
lockern Sie die Bläge. Wischen Sie mit der Zahnbürste vom Zahnfleischrand über den Zahn
bis zur Kaufläche (VON ROT NACH WEISS). Damit jeder Zahn ausreichend gereinigt wird,
zählen Sie beim Putzen eines Zahnabschnitts langsam von 1 bis 5 und gehen erst dann mit
der Zahnbürste zum nächsten Zahn weiter. Reinigen Sie auf diese Weise Zahn für Zahn,
über die Schneidezähne bis zum hinteren Backenzahn auf er anderen Seite. Dies im Unter-
und Oberkiefer, sowohl innen wie außen. Zum Schluss putzen Sie mit kleinen vibrierenden
Bewegungen die Kauflächen.
- Mit eineinhalb Jahren
können Kinder die Kauflächen ihrer Zähne selbst putzen. Mit drei Jahren lernen sie,
auch die Seitenflächen der Zähne zu putzen, am besten mit kleinen vibrierenden
Bewegungen ("Kreise auf die Zähne malen"). Bis zum Schuleintritt is es nötig,
dass Sie Ihrem Kind abends zur Kontrolle in den Mund sehen und auf jeden Fall die Zähne
nachputzen.
- Bitte beachten: Mit dem
Bürstenkopf nur so kleine vibrierende Bewegungen auf der Stelle machen, dass die Borsten
die Zahnzwischenräume nicht verlassen, denn zu große Bewegungen reinigen nicht effektiv
und führen zu Putzschäden an Zähnen und Zahnfleisch.
- Wenn im Alter von sechs
Jahren die ersten bleibenden Backenzähne durchgebrochen sind, sollten die Eltern einmal
täglich die Zwischenräume zwischen diesen bleibenden und den davor liegenden
Milchbackenzähnen mit Zahnseide reinigen. So soll verhindert werden, dass in den
Zahnzwischenräumen Karies entstehen kann.
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Möglichst
früher Zahnarztbesuch
Kinder sollten drei- bis viermal jährlich zum Zahnarzt. Dabei werden nicht nur kariöse
Defekte rechtzeitig erkannt, sondern auch der richtige Zahndurchbruch kontrolliert und
eine mögliche Kieferregulierung mit den Eltern besprochen. In einigen Fällen wird sich
eine Fissurenversiegelung als notwendig erweisen. Diese besteht darin, putzuntaugliche
Bereiche mit geeigneten Materialien zu überziehen, um so das Entstehen von Karies zu
verhindern |
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