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Stillen

          - fördert die Zahngesundheit

Die beste Vorbeugung im Säuglingsalter ist das Stillen:
mit der Muttermilch werden die nötigen Nährstoffe  in optimaler Konzentration dem Baby zugeführt, die Allergierate wird vermindert und die Zufuhr von mütterlichen Hormonen in geringsten Dosen beugt einer trockenen Haut vor. Zusätzlich findet noch eine kieferorthopädische Prophylaxe beim Stillvorgang statt:
Stillen ist für den Säugling "Schwerstarbeit". Dadurch wird die Kaumuskulatur gekräftigt und das Kieferknochenwachstum gefördert. Weiterhin wird der Lippenschluss trainiert und damit eine wichtige Voraussetzung für die Sprach-
und Kieferbildung und die Nasenatmung geschaffen. Eine spätere Gebissregulierungen wird deshalb erheblich weniger durchgeführt werden müssen.
Achten Sie beim Stillen darauf, dass schon vorhandene Zähnchen vorsichtig geputzt werden und dass sich das Stillen auf feste Zeiten pro Tag beschränkt:
So wie bei den süßen Zwischenmahlzeiten der Größeren, begünstigt ein zu häufiges Stillen die sog. "Stillkaries".
Sollten die ersten Zähnchen vorhanden sein, dann ist häufiges und verlängertes Stillen, vor allem das Einschlafen des Kindes an der Brust oder kurzes nächtliches Stillen für die Kauwerkzeuge schädlich: ähnlich der Wirkung eines
Beruhigungsfläschchen mit gesüßtem Tee, greifen die Kohlenhydrate der Muttermilch die frisch durchgebrochenen Zähnchen an und können zu schweren kariösen Gebisszerstörungen führen.
Die meisten Säuglinge werden nach der Geburt gestillt - sehr viele erhalten aber bereits nach wenigen Wochen auch andere Nahrung. Das besagt eine Studie, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Auftrag gab. Danach beginnen 91 Prozent der Frauen nach der Geburt mit dem Stillen, bei der Entlassung aus der Klinik sinkt der Anteil der Säuglinge, die ausschließlich mit Muttermilch ernährt werden, aber auf 73 Prozent. In den ersten 4 bis 6 Monaten sollten Säuglinge nach DGE-Empfehlung ausschließlich gestillt werden.
Ideal wäre ein Stillen über das 1. Lebensjahr hinaus. Wenn dies aus vielfältigen Gründen nicht möglich oder gewollt ist, sollten die Kleinsten bis etwa zum 4. Monat Fertigmilch mit der Bezeichnung "Pre" und bis etwa zum 6. Monat "Folgemilch 1" bekommen. Danach verträgt das Baby normale Milch oder - bei einem hohen Allergierisiko innerhalb der Familie - hypoallergene Fertigmilch (HA)". Abzuraten ist von Ratschlägen aus der "Bio-Szene", Mandel- oder Sojamilch zu verwenden, da diese ein Allergierisiko nicht senken und zusätzlich arm an begleitenden Nährstoffen sind. Auch die teure "Kleinkindmilch" ist bei normaler sonstiger Ernährung überflüssig. Ungesüßten Tee oder Säfte braucht das Baby nur bei hohem Fieber oder Durchfall. Der Sauger des Fläschchens sollte zur optimalen Ausbildung der Gesichts-, Kau- und Zungenmuskulatur mit einem breiten Lippenschild versehen sein. Etwa ab dem 6. Monat (beim Durchbrechen der ersten Zähnchen) sollte mit dem Zufüttern begonnen werden um so den Saugreflex in den später nötigen Kaureflex überzuführen. Allergologen raten neuerdings von Karotten als erste Beikost ab und empfehlen stattdessen Zucchini, Fenchel, Kürbis und Kohlrabi.
Dabei hat sich folgende Vorgehensweise bewährt:

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