| zum Thema : | Z A H N F A R B E |
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Über die Sicherheit des Bleichens |
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Bleaching erfreut sich heute großer Beliebtheit und wird zum Teil bereits mit Postwurfsendungen beworben. Immer wieder taucht die Frage auf, ob die verwendeten Methoden wirklich sicher sind. So erschien etwa Ende letzten Jahres im "Philip Journal" eine Arbeit, die sich mit Langzeiteffekten des Home-Bleaching beschäftigte. Zum Ende des Untersuchungszeitraums (90 Tage nach Absetzen des Bleichmittels) war im Rasterelektronenmikroskop weiterhin ein deutlicher Schmelzabbau festzustellen |
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Schmelz- veränderungen |
Generell sind die Ergebnisse von Studien zum Thema "Schmelzveränderungen und Bleichen" widersprüchlich. Laut OA Dr. Ivano Moschen, Uni-Klinik Innsbruck, überwiegt jedoch die Anzahl jener Arbeiten, die Effekte wie Entfernung der oberflächlichen aprismatischen Schmelzschicht, Veränderungen der Dicke der Schmelzkristallite oder Abnahme des Mineralgehaltes der oberflächlichen Schmelzschicht bei gleichbleibendem Kalzium-Phosphat-Verhältnis nachweisen konnten. Das Ausmaß der Schmelzveränderungen korreliert dabei mit der Konzentration des Bleichmittels und der Einwirkdauer. "Kein Bleichmittel verursacht jedoch derartige Veränderungen, wie sie durch Ätzung des Schmelzes mit 35-prozentiger Phosphorsäure hervorgerufen werden" |
| Empfehlungen |
Als externes Bleichmittel wird im Allgemeinen Karbamidperoxid (zehn
Prozent) eingesetzt. Ursprünglich wurde es als orales Antiseptikum
verwendet, zum Beispiel bei Prothesenstomatitis. Zehnprozentiges
Karbamidperoxid zerfällt zu 3,5-prozentigen H2O2 und
Harnstoff. Die Aktivität des Bleichgels an der Zahnoberfläche ist zeitlich
begrenzt, nach ein bis zwei Stunden sind rund 80 Prozent der aktiven
Komponenten verbraucht. Harnstoff, der beim Zerfall von Karbamidperoxid entsteht, hat laut Moschen eine deproteinisierende Wirkung. Eventuell könnte es so zur Entfernung organische Komponenten aus dem Schmelz kommen. Peroxide/H2O2 sind zytotxisch und können die Zahnhartsubstanz durchdringen. Auswirkungen auf die Pulpa (Zellreaktionen, Entzündungen) wurden beschriebe. |
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Unterkiefereckzahn |
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| Zahnpulpa | Moschen sind perönlich keine klinisch-experimentellen Arbeiten bekannt, in denen nachweislich das Bleichen vitaler Zähne zu irreversiblen Pulpitiden geführt hätte. |
| Kontraindikationen |
Hochprozentiges H2O2,
das beim Internal Bleaching durch Dentintubili zur
Wurzeloberfläche vordringt, kann den Zahnhalteapparat schädigen und
zervikale externe Wurzelresorptionen auslösen. Natriumperborat darf nicht
innerlich angewendet werden, es muss nach dem Bleichen aus der Zahnkavität
gespült werden. Die Hersteller raten davor ab, die Mittel während der Schwangerschaft beziehungsweise während der Stillperiode anzuwenden. Auch eine Unverträglichkeit auf Peroxide oder andere Komponenten der Bleichmittel (zub Beispiel Glykol) stellen eine Kontraindikation dar. |