| zum Thema : |
V O R B E U G U N G |
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Karies |
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Karies: Vom Enkel bis zum Opa - fast jeder leidet darunter. Was dann kommt, sind Zahnarztbesuche mit Füllungen bis zu Kronen, Brücken und Co. Die Hauptschuldigen sind bekannt; schlechtes Zähneputzen und zuviel Zucker. Das ist aber nicht alles. Lesen Sie hier, was noch wichtig ist. |
| Ursache Nummer
eins für die Zerstörung des Zahnmaterials ist Zahnbelag, auch Plaque
genannt. Seine Zusammensetzung und Menge ist im wesentlichen von der
Ernährung, den Zahnputzgewohnheiten und der Menge des Speichels abhängig. Zahnbelag besteht hauptsächlich aus Nahrungsresten, Bakterien und Ausscheidungsprodukten dieser kleinen Lebewesen. Denn die Bakterien leben von den Kohlehydraten aus der Nahrung und bilden dabei Säuren, die Mineralstoffe aus der Zahnoberfläche lösen. So entsteht nach einiger Zeit ein Loch. Entfernt der Zahnarzt den Zahnbelag gründlich, so kann eine weißliche Veränderung des Zahnschmelzes sichtbar werden. Diese hellen Zonen zeigen bereits fortschreitenden Verlust von Mineralstoffen im Zahn - das heißt, der Zahn ist schon von Kariesbakterien angegriffen worden. |
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Zucker
und Säure schuld am Loch |
" Viel Zucker heißt viel Karies" gilt heute
nicht mehr unbedingt. Denn viele Ernährungsfehler können durch geeignete
Vorsorgemaßnahmen kompensiert werden. Wer etwa eine halbe Stunde nach dem
Essen seine Zähne gründlich putzt, kann dem Kariesangriff ein Schnippchen
schlagen. Tatsache ist jedoch, dass Zucker das Futter für die Bakterien im
Zahnbelag ist. Bakterien vermehren sich durch den Zucker nicht nur
optimal, sondern vergären ihn auch und produzieren starke Säuren, die den
Zahnschmelz angreifen. Schon die kleinste Menge Zucker (15 Milligramm)
genügt. Allerdings muss man jetzt nicht gleich ganz auf Zucker verzichten. Denn nicht die Menge der zuckerhaltigen Nahrungsmittel ist entscheidend. Einem kurzfristigen Zuckerangriff kann die Zahnoberfläche mit Hilfe des Speichels ganz gut widerstehen. Ausschlaggebend ist, wie oft und in welcher Form man den Zucker zu sich nimmt. Ganz besonders schlecht; klebrige Süßigkeiten wie Bonbons, Zuckerwatte, Karamellen, Honig oder Nougat lagern sich fest an der Zahnoberfläche an. Dem kann der Zahn nicht mehr Stand halten. Gefährlich für die Zähne sind die Köstlichkeiten vor allem, wenn sie als Zwischenmahlzeit genossen werden. Weil wenig gekaut wird, fließt dabei auch weniger Speichel. Und wer putzt schon nach jedem Stück Schokolade die Zähne? |
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Speichel Schutz der Zähne |
Speichel ist leicht basisch und kann daher Säuren im Mund sehr gut abpuffern. Voraussetzung ist jedoch, dass genügend vorhanden ist. Um die Speichelproduktion anzuregen, kann man zum Beispiel zuckerfreien Kaugummi kauen. Zusätzlich enthält Speichel wertvolle Mineralstoffe. Sie können wieder in die Zahnoberfläche eingebaut werden, wenn Säuren Mineralstoffe heraus geätzt haben. Einziger Haken bei diesem natürlichen Regenerationsprogramm ist die Zeit. Je länger nämlich saure Nahrungs- bestandteile im Mund verweilen, desto stärker sind die Schäden am Zahnschmelz. Der Speichel braucht sehr lange um das saure Milieu im Mund wieder auszugleichen - wer also gleich wieder etwas isst, überfordert diesen Heilungsprozess. Die Mineralstoffe können nicht mehr ausgeglichen werden und mit der Zeit entsteht ein Loch im Zahn. |
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| Versteckter Zucker | Dass Schokolade und Zucker
nicht gut für die Zähne sind, weiß jeder. Doch ist auch in vielen
Nahrungsmitteln, die gar nicht als süß empfunden werden Zucker enthalten.
Er wird dort wie ein Gewürz eingesetzt, das manchmal den eigenen Geschmack
verstärkt. Dazu zählt kurioserweise auch salziges Knabbergebäck, Ketchup
Müsli und Joghurt. Gerade Müsliriegel und Fruchtschnitten, die in der Werbung als besonders energiereicher "Snack" beworben werden, können wegen des hohen Zuckergehaltes nicht als Jause empfohlen werden. Auch Bananen, Feigen und klebriges Dörrobst sind schädlich für die Zähne. Wer unbedingt Zwischenmahlzeiten braucht, sollte lieber zu Äpfeln, Karotten, Joghurt oder auch Brot mit Butter, Käse und Wurst greifen. Aufpassen sollte man auch bei Lebensmitteln, die Zuckeraustauschstoffe enthalten. Als günstig gelten Xylit, dem man sogar eine Schutzwirkung von Karies nachgesagt wird, Mannit und Sorbit. Doch gerade in Getränken ist meist nur ein Teil des Zuckers durch diese Stoffe ersetzt. Das heißt, dass die Zuckermenge zwar reduziert wird, aber immer noch Zucker vorhanden ist. Ganz allgemein gilt, wer sich gesund ernährt, schützt auch seine Zähne vor Karies. |
| Ernährungs Lenkung | Bereits Säuglinge schlecken gerne Süßes. Auf Saures oder Bitteres reagieren sie ablehnend. Von den vier Geschmacksrichtungen (süß, sauer, salzig und bitte) ist süß am wenigsten reizend und daher am beliebtesten. Süßigkeiten sind als "kleine Belohnung" bei jung und alt gleich verbreitet. Werden sie nicht allzu häufig eingesetzt, hat auch der Zahnarzt nichts dagegen. Doch wenn Säuglinge ständig an einem Fläschchen mit gesüßtem Tee oder Fertigmilch(!) nuckelt, werden die Zähne schon im frühesten Alter nachträglich geschädigt. Je kleiner das Kind, desto schwieriger ist ja auch das Zähneputzen. Anfangs müssen die Eltern mit einem Lappen die ersten durchbrechenden Zähne abwischen. Werden die Zähne aber permanent mir süßer Flüssigkeit umspült, nützt das nichts. Außerdem ist es für einen Erwachsenen viel schwieriger, sich Süßes wieder abzugewöhnen. Besser man gewöhnt sich als Kind erst gar nicht daran. |
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