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                                                       Mundwasser

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Mundwasser tötet Malaria-Überträger

Malaria

Malaria. Dünner Blutausstich mit adulten Schizonten vor der Frei-
setzung von Merozoiten, Giemsa-
Färbung.
Bangalore/Indien     Forscher der Jawaharlal Nehru Centre for Advanced Scientific Research
haben entdeckt, dass ein antibakterieller Bestandteil von Mundwasser Malaria-Parasiten abtötet. Injektionen mit Triclosan verhinderte bei Mäusen das Wachstum des Erregers Plasmodium falyiparum, wie Nature berichtet. 
"Triclosan, das auch in manchen Deodorants und Aknepräparaten vorkommt, blockiert das so genannte Fabl, ein Enzym des Erregers", erklärte Nameetha Suriola von der Abteilung für Molekularbiologie und Genetik. Somit sei dieses Enzym das neue Ziel in der Entwicklung von neuen Antimalaria-Medikamenten, so Suriola. Der Parasit wird durch den Speichel von Moskitos übertragen und
führt weltweit jährlich zu mehr als 2,7 Millionen Todesfällen. Steigende Resistenzen der Parasiten gegenüber bestehenden Antimalaria-Mitteln geben Gesundheitsbehörden bereits Anlass zur Sorge.
In einem Leitartikel, verfasst von Wissenschaftlern der Universität Melbourne, heißt es allerdings. dass auch bewährte Inhaltsstoffe wie Triclosan wahrscheinlich nicht unverzüglich für die Behandlung eingesetzt würden. Die Anwendung neuer Antimalaria-Mittel sei limitiert durch die Entwicklungskosten. Es gebe keine Garantie, ein markt- fähiges Produkt zu erhalten, auch wenn die Entwicklung mehr als vier Jahre beanspruche. Neue Medikamente seien teuer und arme Länder könnten sich diese nicht leisten. Gerade hier stelle Malaria aber das größte Problem dar. Rund 40 Prozent der Weltbevölkerung leben in Malaria-endemischen Regionen.

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