| zum Thema : | Z Ä H N E K N I R S C H E N |
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Zähneknirschen |
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Ganz so harmlos ist es nicht,
wenn Schlafende mit den Zähnen knirschen. Die nächtlichen Zähneknirscher verschlafen ihr Problem zwar meist. Nur Kopfschmerzen und Nackenbeschwerden am nächsten Morgen geben Hinweise. Oft erkennt aber erst der Zahnarzt am lädierten Zahnschmelz, worin die Ursache liegt. |
| Deutsche und amerikanische Schlafforscher bringen es an den Tag: Jeder Zwölfte knirscht Nachts mit den Zähnen - rund acht Prozent der Bevölkerung. Bei einer Studie wurden über 13.000 Personen in Italien, Deutschland und Großbritannien telefonisch befragt. Das Zähneknirschen war unabhängig vom Geschlecht der Interviewten, kam aber bei älteren Personen seltener vor. Viele Zähneknirscher schnarchen und leiden unter nächtlichen "Atemaussetzern". Sie haben noch Glück, wenn Mitbewohner auf die nächtlichen, gar nicht so leisen und meist als störend empfundenen Aktivitäten aufmerksam machen. Häufig bleibt das nächtliche Zähneknirschen aber lange Zeit unentdeckt. | |
| Was bringt uns zum Knirschen? |
´Auf die Zähne beißen´ oder,´ ´die
Zähne fest zusammenbeißen´ sind häufige Redewendungen in unserem
Sprachgebrauch, die für den Zähneknirscher im wahrsten Sinne des Wortes
zutreffen". Sie deuten darauf hin, dass der Mensch dazu neigt, in belastenden Situationen und bei starke Anstrengung die Kaumuskulatur anzuspannen und dadurch die Zahnreihen zu schließen. Ein normaler Vorgang also. Wird er aber häufig und langandauernd durchgeführt, kann er krankhafte Formen annehmen. So lösen häufig psychische Probleme, seien es nun Kummer, Beziehungskrisen oder Ärger und Stress am Arbeitsplatz, das nächtliche Zähneknirschen aus. Belastungen werden unbewusst im Schlaf bewältigt. "Normalerweise sollten sich im entspannten Zustand und beim Schlafen die Zähne in der so genannten "Ruheschwebe" befinden, d.h. die beiden Zahnreihen berühren sich nicht, sondern haben einen Abstand von einigen Millimetern, "Beim Zähneknirscher dagegen ist das über einen längeren Zeitraum nicht mehr der Fall." |
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Neben den psychischen
Gründen gibt es auch noch andere Ursachen für das Pressen und Mahlen in
der Nacht: Eine neue Füllung, Krone oder ein neuer Zahnersatz können wenn
sie "zu hoch" sind, das Zusammenspiel zwischen Ober- und Unterkiefer
stören. Auf dieser Stelle wird dann "geknirscht", weil unbewusst gegen die
Unebenheiten gearbeitet wird. Auch orthopädische Erkrankungen wie z.B.
Wirbelsäulenverletzungen oder Fehlhaltungen können der Grund sein, denn
dabei können Verspannungen der Kaumuskulatur auftreten. |
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| Was ist so schlimm daran? |
Die Press- und Mahlbewegungen beim nächtlichen Zähneknirschen haben keine Funktion, belasten Zähne und Kiefer aber enorm. Die Zähne können mit einer Kraft von bis zu 400 Kilo zubeißen! Diese übermäßige Beanspruchung schadet vielfältig. Als erstes leidet der Zahnschmelz, die Zähne reiben sich ab. Durch den Druck wird das Zahnfleisch schlechter durchblutet, Zahnfleischentzündungen können folgen. Die Zähne können sogar gelockert werden. Es kann zu schmerzhaften Verspannungen im Kopf- und Nackenbereich kommen, da Kaumuskulatur und Kiefergelenke chronisch überlastet werden. |
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| Die Behandlungs- möglichkeiten | Wichtig ist die Früherkennung, bevor das Gebiss Schaden genommen hat. Der Zahnarzt untersucht, ob ein korrigierbarer Gebissfehler das Knirschen verursacht, oder ob es psychische Ursachen haben könnte. Störende Zahnfüllungen sollten schnellstens beseitigt werden. Als erste Symptombehandlung hilft oft die so genannte "Aufbiss-Schiene" als Schutz für die Zähne. Besserung versprechen zusätzlich Wärme- und Kälteanwendungen sowie Selbstmassagen im Bereich der Kaumuskulatur und Bewegungsübungen für den Unterkiefer. Bei psychischen Problemen empfehlen Psychologen Entspannungsübungen, die helfen, Stress und Anspannungen des Alltags nicht mit in den Schlaf zu nehmen. Manchmal ist auch eine Psychotherapie hilfreich |
| Was tun? |
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